Wer mit Erkältung trainiert, riskiert eine Herzmuskelentzündung

Was als Verschnupfung beginnt, kann mit Herznarben enden, die das Sporttreiben für immer verändern.

Grippe, Erkältung, Halsweh - für viele Sportler ist das kein Grund, das Training ausfallen zu lassen. Der Körper gewöhnt sich dran. Durchbeißen. Das Gegenteil ist wahr, und die Konsequenz kann dauerhaft sein.

Bestimmte Viren, darunter Coxsackie-Viren, aber auch Grippe- und Coronaviren, können sich im Herzmuskel einnisten, wenn das Immunsystem durch körperliche Belastung gleichzeitig geschwächt ist. Eine Myokarditis, eine Entzündung des Herzmuskels, entsteht oft nicht durch das Virus allein, sondern durch die Kombination aus Virus und Training. Das Herzgewebe vernarbt. Vernarbtes Gewebe leitet elektrische Impulse schlechter. Daraus können dauerhafte Herzrhythmusstörungen entstehen.

Was als Verschnupfung beginnt und harmlos wirkt, kann mit Langzeitschäden enden, die das Sporttreiben für immer verändern. Das ist keine Seltenheit. Es ist eine der häufigsten Ursachen für plötzliche Herzprobleme bei jungen, sportlich aktiven Menschen.

Die Regel ist einfach und wird trotzdem regelmäßig ignoriert: Fieber, Gliederschmerzen, Husten - kein Sport. Nicht weniger Sport. Keiner. Nach dem letzten Symptom noch mindestens zwei bis drei Tage Pause, bevor die erste lockere Einheit stattfindet.

Wer das als übervorsichtig abtut, hat noch nie die Alternative erlebt.

← Zurück zu Schritt 5: Ausdauer