Skifahrer, Triathleten und Bergläufer haben ein erhöhtes Hautkrebsrisiko - nicht wegen des Sports

Es sind zwei Faktoren gleichzeitig: UV-Belastung und Schwitzen. Der Sport ist unschuldig, die Umstände nicht.

Wer jahrelang draußen trainiert, verbringt deutlich mehr Zeit unter UV-Strahlung als der Durchschnitt. Das erhöht das Risiko für Melanome, bösartige Hautveränderungen, die unbehandelt lebensbedrohlich sind. Studien zeigen diesen Zusammenhang bei Outdoor-Athleten in verschiedenen Disziplinen. Aber der Zusammenhang verläuft nicht über den Sport selbst.

Es sind zwei Faktoren, die zusammenwirken. Erstens die UV-Belastung, die bei Ausdauersport draußen schlicht höher ist als bei Menschen, die die meiste Zeit drinnen verbringen. Zweitens verstärkt Schwitzen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Wer schwitzt, bekommt schneller Sonnenbrand, und jeder Sonnenbrand hinterlässt Schäden im Erbgut der Hautzellen.

Das bedeutet nicht, dass Outdoor-Sport gefährlich ist. Es bedeutet, dass Sonnenschutz für Läufer, Radfahrer und Wanderer keine optionale Ergänzung ist. Frühzeitig auftragen, nachcremen, Trainingszeiten meiden, wenn die Sonne am stärksten ist, und Kleidung als erste Schutzschicht nutzen.

Der Sport schützt die Gesundheit. Die Sonne, die dabei mitläuft, tut es nicht.

Beides gleichzeitig zu ignorieren ist ein Fehler, dessen Konsequenzen Jahre später sichtbar werden.

← Zurück zu Schritt 5: Ausdauer