Gerätevielfalt ist ein Verkaufsargument. Das Versprechen lautet: Hier kannst du jeden Muskel, in jeder Position, mit jeder erdenklichen Last trainieren. Das stimmt. Es stimmt auch, dass du das nicht brauchst. Spezialgeräte existieren für Leistungssportler und Bodybuilder, die jede einzelne Muskelgruppe gezielt ausreizen müssen, weil ihr Körper auf generelle Übungen nicht mehr reagiert. Für alle anderen sind sie Abwechslung, nichts weiter.
Das eigentliche Problem der Gerätedichte ist nicht Geldverschwendung. Es ist Entscheidungslähmung. Wer vor zwanzig Schultergeräten steht, wählt schlechter als jemand, der vor zweien steht. Komplexität erzeugt Unsicherheit, Unsicherheit erzeugt Aufschub.
Wer mit einem klaren Minimalprogramm ins Gym kommt, hat dieses Problem nicht. Er geht zu Gerät eins, macht seine Sätze, geht zu Gerät zwei. Fertig. Die Energie, die andere auf die Geräteauswahl verwenden, geht ins Training.
Das beste Programm ist das, das du tatsächlich durchziehst. Und einfache Programme zieht man durch.