Ein Bodybuilder hat Schwarzenegger mit einem Bruchteil des Trainingsvolumens geschlagen

Die Bodybuilding-Szene der Siebzigerjahre war ein Volumenmarathon. Sechs Trainingstage pro Woche, zweimal täglich, jede Muskelgruppe aus zehn Winkeln in unzähligen Sätzen.

Arnold Schwarzenegger war die perfekte Verkörperung dieses Ansatzes. Er trainierte mehr als alle anderen und wurde entsprechend berühmt.

Ein Außenseiter namens Mike Mentzer trainierte mit einem Bruchteil des Volumens. Sein System, "Heavy Duty" genannt, bestand aus wenigen Sätzen pro Muskelgruppe - jeweils bis zum Versagen, mit langen Erholungspausen zwischen den Einheiten. Manche seiner Wettkampfvorbereitungen sahen so aus, dass er alle vier bis fünf Tage einmal ins Studio ging. Der Rest der Zeit war Regeneration.

Mentzer gewann in den späten Siebzigern mehrere Profititel und stellte die Grundannahme in Frage, dass Erfolg im Bodybuilding an Trainingsstunden gebunden sei. Er baute auf den Ideen von Arthur Jones auf, dem Erfinder des High Intensity Trainings, und lieferte den empirischen Gegenbeweis zum Volumenmodell. Sein Punkt: Nicht die Zeit im Studio entscheidet, sondern der Reiz, den ein einzelner Satz tatsächlich setzt.

Der Streit ist bis heute nicht entschieden, weil beide Ansätze für unterschiedliche Menschen funktionieren. Aber Mentzer hat gezeigt, dass die selbstverständliche Gleichung "mehr Training gleich mehr Muskel" nicht stimmt.

Für alle, die keine Zeit für Sechs-Tage-Splits haben, ist das die eigentliche Nachricht. Nicht die Sätze sind die Provokation, sondern der Bodybuilder, der Schwarzenegger mit Nachmittagsfrei besiegt hat.

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