Supersätze lösen das Problem auf eine Art, die sich falsch anfühlt und trotzdem funktioniert. Zwei Übungen werden direkt hintereinander ausgeführt, ohne Pause dazwischen. Das geht, weil unterschiedliche Muskelgruppen abwechselnd arbeiten. Während die eine Gruppe aktiv ist, erholt sich die andere. Die Pause verschwindet nicht, sie verlagert sich.
Das Ergebnis: Die Trainingszeit sinkt, ohne dass das Trainingsvolumen sinkt. Gleichzeitig erhöht sich der kalorische Umsatz, weil der Körper kontinuierlicher unter Last bleibt. Wer bisher vierzig Minuten gebraucht hat, kommt mit fünfundzwanzig aus.
Der Haken ist, dass sich diese Methode anstrengender anfühlt. Das ist kein Zufall, das ist Physik. Der Körper ist unter höherer Dauerlast. Für Anfänger kann das zu viel sein, um die Technik sauber zu halten. Dann ist die sinnvollere Reihenfolge: erst die Grundübungen beherrschen, dann die Pausen dazwischen kürzen.
Zeit ist im Training keine neutrale Variable. Wer sie ignoriert, trainiert ineffizient.