Jede Grübelnacht verschiebt deinen Hunger und deine Insulinreaktion für den nächsten Tag

Nach einer Nacht mit unter sechs Stunden Schlaf ist das Ghrelin am Morgen erhöht, das Leptin verringert. Das eine ist das Hungerhormon, das andere das Sättigungshormon.

Der Effekt: Der Körper wacht auf und meldet Hunger, den er physiologisch nicht hat. Er verlangt bevorzugt Kohlenhydrate und Zucker, weil das schlafarme Gehirn schnelle Energie fordert.

Gleichzeitig sinkt die Insulinempfindlichkeit. Der Blutzucker steigt nach denselben Mahlzeiten höher, die Fettspeicherung wird begünstigt. Wer regelmäßig schlecht schläft, hat damit einen stoffwechseltechnischen Nachteil, den keine Diät ausgleicht. Er isst nicht mehr, weil er schwach ist, sondern weil seine Hormone es verlangen.

Grübeln ist damit nicht nur ein psychologisches Thema. Es ist ein stoffwechselbezogenes. Wer sich um drei Uhr morgens Sorgen um seine Beziehung macht, verschiebt seine Kalorienbilanz für den gesamten nächsten Tag. Fünf schlechte Nächte pro Woche machen den Unterschied zwischen langsamem Abnehmen und stagnierendem Gewicht.

Die Maßnahmen für besseren Schlaf sind damit auch die günstigsten Maßnahmen für das Gewichtsmanagement, die es gibt. Kein Personal Trainer, kein teures Nahrungsergänzungsmittel schlägt eine Nacht mit acht Stunden Ruhe.

Die Grübelei am Vorabend kostet mehr als die Sorge, um die sie sich dreht. Sie kostet die Kontrolle über den nächsten Tag.

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